Aufnahmeindikationen



Depression und Erschöpfungszustand

Eine Depression ist eine ernsthafte Erkrankung, die in verschiedene Schwierigkeitsgrade eingestuft werden kann und die häufig auch mit anderen seelischen Symptomen vergesellschaftet ist (Ängste, Suchtentwicklung). Sie tritt meist schleichend auf und die meisten Menschen funktionieren noch Wochen oder sogar Monate in ihrem Alltag.

Irgendwann spüren Sie, dass auch Ihre letzten Kraftreserven aufgebraucht sind.

Sie haben das Gefühl, dass Sie jeder Lebensbereich überfordert und Sie Hilfe benötigen.

Sie fühlen sich schnell erschöpft und müde, schlafen seit längerer Zeit sehr schlecht und die Anforderungen Ihres täglichen Lebens fallen Ihnen immer schwerer oder ängstigen Sie plötzlich.

Ihre Stimmung ist deutlich gedrückt und das Lachen scheinen Sie irgendwann verlernt zu haben. Am liebsten sind sie alleine zuhause und suchen die Ruhe. Leider kommen genau dann Ihre Sorgen und negativen Gedanken und sie können das Grübeln nicht unterbrechen.

Sie haben das Interesse an Ihren Hobbies verloren und ein Treffen mit Freunden ist für Sie zu anstrengend geworden. Auch die Nähe zu Ihrem Partner suchen Sie nicht mehr und das Bedürfnis an Sexualität ist weit entfernt. Im schlimmsten Fall haben Sie das Gefühl, dass Ihr Leben hoffnungslos ist und Sie keinen weiteren Sinn darin sehen weiter zu leben.

Wenn bei einer solchen depressiven Erkrankung ambulante Hilfen nicht mehr ausreichen, sollten Sie sich für eine stationäre Behandlung entschließen. Die Schlossparkklinik Dirmstein bietet Ihnen ein individuelles umfassendes Therapieprogramm.


Angsterkrankungen

Angst gehört zu unserem Leben, weil Sie uns davor schützt zu mutig zu werden.

Angst kann aber auch zur Krankheit werden, wenn all Ihre Überlegungen und Handlungen nur noch hiervon geprägt sind.

Sie sind eingeengt in Ihrer Lebensführung, Sie verlassen das Haus nicht mehr, Sie trauen sich überhaupt nichts mehr zu. Sie meiden angstbesetzte Situationen wie z. B. Einkaufen, Menschenmengen, Auto fahren, vor Menschen sprechen oder „Alleine sein“.

Ihr Bewegungsradius verkleinert sich und eine Alltagsbewältigung wird bald unmöglich. Sie ziehen sich immer mehr in Ihr Schneckenhaus zurück und manchmal ist das eigene Zuhause der einzig sichere Ort.

Panikattacken sind heftige Angstreaktionen, die plötzlich und nicht situationsspezifisch auftreten.

Sie haben die Sorge, dass Sie einen Herzinfarkt bekommen, da Sie plötzlich Herzrasen, Zittern, feuchte Hände, einem Druck auf der Brust und Atemnot verspüren. Meist halten diese Beschwerden über mehrere Minuten an und Sie fühlen sich danach körperlich sehr erschöpft.

Angsterkrankungen werden häufig mit Hilfe von ambulanter Psychotherapie (Verhaltenstherapie) erfolgreich behandelt. In einigen Fällen belasten sie den Alltag der Betroffenen so sehr, dass eine stationäre Behandlung notwendig wird.


Psychosomatische Erkrankungen

Sie leiden schon länger unter körperlichen Symptomen, wie z.B. Rückenschmerzen, Magenbeschwerden oder Migräne. Vielleicht sind Sie schon bei verschiedenen Ärzten gewesen; eine Erkrankung konnte jedoch nicht gefunden werden.

Vielleicht sind Sie sogar schon operiert worden – ohne Ergebnis.

Vielleicht haben Sie sich lange gewehrt zum Psychiater oder Psychotherapeuten zu gehen, weil Sie nicht verstehen konnten, dass Ihre körperlichen Beschwerden seelisch bedingt sein sollen.

Wenn Sie akzeptieren können, dass hier Ihr Körper etwas ausdrückt, was Ihre Seele nicht auszudrücken vermag, können wir zusammen versuchen hinter der körperlichen Symptomatik verborgene unbewusste seelische Konflikte zu erkennen und Lösungsansätze zu finden.

Dies sind im Wesentlichen die Schritte einer psychosomatischen Behandlung, wie wir sie auch in der Schlossparkklinik Dirmstein durchführen.


Burn-out und Stresserkrankungen

Sie fühlen sich ausgebrannt, chronisch überfordert, die inneren Reserven sind aufgezehrt. Sie haben sich nie vorstellen können, in eine solche Situation zu geraten. Ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit hat abgenommen. Aber auch ihre Lebensfreude und Genussfähigkeit sind massiv eingeschränkt.

Eine stationäre Therapie kann Sie durch diese persönliche Krise hindurchführen und Ihre innere Kraftquelle reaktivieren.


Belastungs- und Anpassungsstörung

Eine akute Belastung (Trennung, Todesfall), ein aktueller Konflikt (in Beziehungen, am Arbeitsplatz) oder ein schweres Trauma in Ihrer Vergangenheit bedrückt sie so sehr, dass Ihre Bewältigungsstrategien nicht mehr ausreichen oder zusammenbrechen. Unsere Patienten beschreiben diese Situation oft als „Nervenzusammenbruch“.

Ihre Lebenswaage gerät aus dem Gleichgewicht; die Waagschale mit negativen Gefühlen wird immer schwerer. Sie können zu wenig oder nichts mehr entgegensetzen. Sie reagieren mit heftiger Angstsymptomatik, Vermeidungsverhalten, Depressivität, vielleicht auch mit übermäßigem Alkoholkonsum.

Hier diagnostizieren wir z.B. eine akute Belastungsreaktion, eine Anpassungsstörung im Sinne einer kurzen oder längeren depressiven Reaktion oder eine posttraumatische Belastungsstörung.

Meist ist in dieser Situation therapeutische Hilfe notwendig im Sinne einer Krisenintervention. Oft genügt eine ambulante Hilfe alleine nicht mehr, so dass eine stationäre Behandlung unumgänglich ist.


Essstörungen

Zu viel Essen, Frustessen, Fressattacken, Essen bis zum Erbrechen.

Zu wenig Essen, überhaupt nicht mehr Essen wollen.

So wird uns oft die Symptomatik von Essstörungen geschildert, die wir als Binge-eating, Bulimie oder aber als Anorexie diagnostizieren.

Essstörungen können in jeder Lebensphase auftreten. Wir finden sie jedoch gehäuft in der Phase des Jugendalters, dem Übergang zum Erwachsenenstadium und im frühen Erwachsenenalter.

Auch Essstörungen können zu lebensbedrohlichen Zuständen führen und benötigen dann eine spezielle therapeutische Behandlung.

Wir besprechen mit Ihnen Ihre persönliche Problematik und entscheiden dann gemeinsam über Ihren weiteren therapeutischen Weg.


Zwangserkrankungen

Sie leiden unter immer wiederkehrenden Gedanken, Vorstellungen, Ideen oder Impulsen, welche sie nicht stoppen können. Sie versuchen Widerstand zu leisten und erleben Ihr Verhalten oder Ihre Gedanken als sinnlos. Gleichzeitig fürchten Sie, dass Sie sich selbst oder Anderen schaden könnten, wenn sie diese Rituale nicht ausüben.

Solche Rituale beinhalten meist „magische Zahlen“ oder eine bestimmte Reihenfolge von Handlungen.

Wir diagnostizieren hier Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen bzw. Zwangsrituale.

Solche Zwangsstörungen werden in der Regel ambulant behandelt. Wenn die Störung jedoch das Alltagsleben immer mehr behindert oder unmöglich macht und Ihr Leben hierdurch nicht mehr lebenswert erscheint, sich eventuell sogar Suizidgedanken entwickeln ist eine stationäre Aufnahme mit umfassendem Behandlungsansatz notwendig.


Störungen der Persönlichkeitsentwicklung

Jeder Mensch hat eine Persönlichkeit und lebt seine Individualität, seinen Persönlichkeitsstil.

Falls hierbei nun Sie selbst oder ihre Mitmenschen unter dem Ausleben Ihres Persönlichkeitsstiles leiden kann eine Persönlichkeitsstörung vorliegen.

Wir kennen Persönlichkeitsstörungen wie z.B. abhängige, emotional instabile, narzisstische, zwanghafte, histrionische Persönlichkeitsstörungen.

Auch diese Störungen werden in der Regel ambulant behandelt. Gerät der Betroffene jedoch in eine existenzielle Krise oder ist neben der Persönlichkeitsstörung auch noch eine andere psychische Erkrankung (häufig Depressionen) vorhanden, besteht auch hier ein erhöhter Behandlungsbedarf für eine stationäre Psychotherapie.


Schlafstörungen-Insomnie

Sie haben das Gefühl, seit längerer Zeit schlecht ein - oder durchzuschlafen oder aber tagsüber vermehrt müde zu sein? Vielleicht trifft auch beides auf Sie zu. Dann fühlen Sie sich eventuell am Tag oft erschöpft, schläfrig, nervös und haben das Gefühl, sich schlechter konzentrieren zu können.

Kurzfristige Schlafstörungen können zum Beispiel nach belastenden Ereignissen auftreten und sind oft harmlos. Dauern die Ein-oder Durchschlafbeschwerden doch über mehrere Wochen an, ist eine Klärung der Ursachen erforderlich.

Schlafstörungen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen und können entweder als Symptom einer anderen Erkrankung (z.B. einer Depression) oder als eigenständiges Beschwerdebild (primäre Schlafstörung) auftreten.

Insbesondere wenn Ihre Schlafstörungen als Symptome einer psychischen /psychosomatischen Erkrankung auftreten bieten wir in der Schlossparkklinik ein individuelles Therapieprogramm für Sie an.